Daniel Spoerri
               
               
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Sensenmann, Große Prillwitzer Skulptur; 2008
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  2006 - 2008
„Prillwitzer Idole“
   



Im Jahre 2006 nahm Daniel Spoerri einen 1978 gefundenen Faden wieder auf. Er hatte seinerzeit in Köln ein Buch über „Die gottesdienstlichen Alterthümer der Obothriten“ gefunden. Die Grafiken darin – von Figuren, die urslawische Gottheiten darstellen sollten – berührten ihn auf sonderbare Weise. Er sah darin eher Objekte mit Art-brut-Charakter. Als solche stellten sie sich später auch heraus. Jedenfalls animierten sie Spoerri zu einer Serie eigener Skulpturen, die Serie „Prillwitzer Idole“.

Bis heute entstanden an die 30 große Bronzen sowie eine Serie kleiner „Prillwitzchen“. Grundsätzlich erscheinen diese Bronzen in einer Auflage von 12 Exemplaren (bzw. 8+4 EA). Es handelt sich jedoch eigentlich um „Originale in Serie“, weil der Künstler jeden Guss unterschiedlich gestaltet (die Gusskanäle der großen Figuren werden teilweise stehen gelassen und werden in die Komposition mit einbezogen). Jede Skulptur sieht demnach etwas anders aus.

Im Rahmen der „Prillwitzer Serie“ entstanden auch Collagen mit kleinen Objekten auf Reproduktionen der Stiche aus dem oben genannten Buch.

Eine zweite Serie mit diesen Reproduktionen betitelte der Künstler als „easily made“.